Nachhaltigkeit. Was heißt das eigentlich?

In unserer Artikel-Serie „Nachhaltigkeit im Innenraum auf den Punkt gebracht“, möchten wir den oft so inflationär eingesetzten Begriff „Nachhaltigkeit“ anhand der von uns eingeführten „Eco-Icons“ jenseits von Marketingfloskeln und nicht eingehaltenen Werbeversprechen beleuchten.

Kaum ein Thema wird in letzter Zeit so häufig in der Werbung und für Marketingzwecke verwendet, wie das Thema Nachhaltigkeit. Die Botschaft ist klar: sustainability sells! Und so wird kräftig geworben mit Schlagworten wie „Nachhaltigkeit“, „Grün“, oder der neuen „Eco-Produktlinie“. Jedes große Unternehmen behauptet inzwischen, auf seine Art „nachhaltig“ zu sein. Es werden „Corporate Social Responsibility Berichte“ verfasst und Unternehmen lassen sich und ihre Produkte mit verschiedenen „Eco-Labels“ zertifizieren.

Nachhaltigkeit ist das Geschäft der Zukunft -gerade auch im Bereich „Living“, so schätzt es z.B. auch Harald Gutschi, Geschäftsführer der Otto Group ein (http://medianet.at/article/nachhaltigkeit-ist-das-geschaeft-der-zukunft-4486.html).

So gut und richtig diese Entwicklung auch bei den meisten Unternehmen ist, so viel Verwirrung stiftet sie – gerade bei der so inflationären Verwendung des Begriffes „Nachhaltigkeit“ – aber auch oft beim Verbraucher.
Fragen kommen auf: „Auf was muss ich wirklich achten, wenn ich mich nachhaltig und gesund einrichten möchte?“, „Welche Eco-Labels sind seriös?“, „Wird mit dem Begriff „Nachhaltigkeit“ nur geworben, oder ist das Produkt, das ich kaufen möchte wirklich ökologisch hergestellt und gesund?“ – um nur einige Fragestellungen zu nennen.

Was bedeutet „Nachhaltigkeit“?

Ursprünglich stammt der Begriff aus der Forstwirtschaft und sagt aus, dass nicht mehr Bäume gefällt werden dürfen, wie nachwachsen können. Es ist ein schönes leicht zu greifendes Beispiel, das ein Grundverständnis für den Begriff bietet.

Doch das Thema ist natürlich viel komplexer:
Seit den 90er Jahren ist es gängig Nachhaltigkeit in die drei Säulen Ökologie, Ökonomie und Soziales zu unterteilen.

Ökologische Nachhaltigkeit entspricht den ursprünglichen forstwirtschaftlichen Gedanken, keinen Raubbau an der Natur zu betreiben.

Ökonomische Nachhaltigkeit: Die Wirtschaftsweise einer Gesellschaft gilt als nachhaltig, wenn sie dauerhaft betrieben werden kann, und nicht über ihre Verhältnisse leben so dass sie bereits die Ressourcen kommender Generationen antasten.

Soziale Nachhaltigkeit: Ein Staat oder eine Gesellschaft ist so organisiert, dass sich die sozialen Spannungen in Grenzen halten und Konflikte nicht eskalieren, sondern auf friedlichem und zivilem Wege ausgetragen werden können.

Diese drei Säulen müssen nun noch auf ganze (Produktions-)Prozesse übertragen und herunter gebrochen werden.

Und was bringen Nachhaltigkeits-Zertifikate?

Zertifikate, wie das FSC-Siegel, der „Blaue Engel“, „Öko Control“ oder „Green Globe“ – um nur einige zu nennen, sind zwar gut und wichtig, lösen aber aufgrund der Vielzahl der verfügbaren Labels und Zertifikate das Problem der Intransparenz nur teilweise.

Zudem können sich Zertifikate meist nur große Firmen leisten. Viele kleine Firmen arbeiten umso nachhaltiger, sie haben die Nachhaltigkeit schon in ihrer DNA, können Ihre Produkte aber aus Kostengründen nicht mit entsprechenden Labels ausstatten.

Wieso eigene Eco Icons?

Die von uns eingeführten Eco Icons sind nicht mit den oben beschriebenen Zertifikaten zu vergleichen. Sie sind da, um Transparenz rund um unsere firmeneigene Auswahlkriterien zu schaffen und das Thema „Nachhaltigkeit“ möglichst einfach und transparent darzustellen.

Hierfür haben wir uns auf die folgenden 9 wichtigen Kriterienbereiche fokussiert und beschränkt, um nicht wieder zu kompliziert zu werden. So wird bei jedem einzelnen Produkt deutlich, welche Nachhaltigkeitsaspekte erfüllt werden:

http://interiorpark.com/wp-content/uploads/2016/11/interiorpark_icons_ROW_innovation-1100x139.jpgDie Eco-Icons spiegeln also Hintergründe, Herstellungsprozesse und verwendete Materialien –und damit die Geschichte des angebotenen Produktes – wider. Häufig sind unsere Produkte durch mehrere Eco Icons ausgezeichnet. Hier ein paar Beispiele für nachhaltiges Design:

Stehleuchten – Moolin

Die Moolin-Leuchten aus Bambus z. B. werden in Süd China, in einem kleinen Dorf, inmitten von Bambuswäldern und Reisfeldern hergestellt. Zusammen mit der Familie Chen, die seit über zwei Generationen Bambusprodukte nach traditionellen Herstellungsprozessen fertigt, wurden die Bambuslampen entwickelt. Dadurch dass die Manufaktur ein kleiner Familienbetrieb ist und in direkter Verbindung mit dem Kölner Designerduo steht, können wir garantieren, dass die Herstellung mit sozialem Bewusstsein geschieht.Der Fuß wie auch der Lampenschirm werden aus gebogenen Bambusstäben hergestellt, die aus einem Bambus-Splint geformt sind. Unter minimalem Materialeinsatz und ausschließlicher Nutzung von Bambus erfüllen die Lampen ein Höchstmaß an möglichst nachhaltigem Wirtschaften. Bambus ist von Natur aus im Vergleich zu anderen Materialien CO2 reduziert, weil schnell nachwachsend. Die Oberfläche der Bambusstäbe ist geölt – und somit rein natürlich und frei von chemischen Zusätzen.

Für alle InteriorPark. Produkte ist es somit selbstverständlich, dass sie ethischen und umweltverträglichen Voraussetzungen gerecht werden. Und wir denken, dass wir unseren Kunden dadurch höchstmögliche Transparenz gewährleisten können.Eine kurze Zusammenfassung über unsere Eco Icons finden Sie hier:

http://interiorpark.com/ueberuns/eco-icons

In den folgenden Artikeln möchten wir die Eco-Icons und Ihre Bedeutung – und damit die wichtigsten Kriterien für nachhaltige und gesunde Inneneinrichtung – einzeln vorstellen.